Meine persönlichen Ansichten über Musik, die mein Leben begleitet.
Kinnlade runter, Augen vor Erstaunen aufreissen ... und Jonny Lang hören. So ging es mir beim ersten Kontakt meiner verwöhnten Ohrmuscheln mit dieser Ausnahmeerscheinung des Bluesrock. Statt den US-Highschool-Girls in den Ausschnitt zu schielen, verbrachte das Wunderkind seine Teenager-Zeit mit den Rundungen seiner Sechseitigen. Gute Alternative wie man hören kann. "Lie to me" hat er mal eben mit 14 Lenzen aufgenommen, nach erst zweijähriger Gitarrenerfahrung (!). Hört es euch an! Ich wusste nach zwei Jahren erstmal wie man sich eine Klapfe richtig umschnallt. Eine Stimme wie der Pförtner der Jack Daniels Destilleries, und eine Fingerfertigkeit wie der Gitarrenlehrer von Hendrix. Die absoluten Übersongs lassen die erstarrten Gesichtszuege gen Boden rutschen. Der Saal in Zürich (inkl. mir) lag ihm 1997 zu den nackten Füssen als er schweisstriefend und gesichtverzerrt sein Solo in der Mitte der Menschenmenge entzündete. John Lee Hooker meinte mal "He plays so good, I want to break his fingers". Da sag ich nur - Finger weg von dem Jungen! “Lie to me”, hier als Video: