Meine persönlichen Ansichten über Musik, die mein Leben begleitet.
Der Krokus blüht wieder! Unsere Schweizer Freunde beglücken uns auf ihrem aktuellen Outtake mit einem AC-Boogie-Woogi-Quo-Sammelsorium und lassen es so ganz ihrer Altersvorgabe mächtig krachen. Da schwingt das Bein, da knarzt das Knie, die Hüften wippen, die Glatzen nicken. Klar, hier wird mächtig vom Rahm der beiden Vorbilder abgeschöpft und geklaut, das sich so mancher Strassendieb vor Erfurcht verneigen würde. Der Einfluss von Hr. Von Rohr ist mächtig zu spüren. Auch wenn mir der etwas metallischere Sound auf dem 2006er Combackalbum „Hellraiser“ besser rüberkommt, ist „Dirty Dynamite“ ein richtig gutes Album geworden. Einen grossen Teil trägt dazu die Rostknarz-Röhre von Sänger Marc Storage bei. Der Typ hat schon immer eine hervorragende Stimme besessen, die im gesetzten Alter nicht schlechter zu werden scheint. Und da das damalige Jobangebot bei seinen Helden nicht gefruchtet hat, macht er nun gleich selber seinen eigenen AC/DC-Gedächnis-Sound. Prägnant hören kann man die Bon Scott Verehrung auf dem Stück „Better than Sex“, für mich die beste Nummer auf dem Album. Einzig das Beatles Cover „Help“ in Slow Motion hätte man sich sparen können. Ansonsten eine geile Pfanne, die jede triste Einzimmerwohnung zum Stadion werden lässt.
Ein netter Clip hier: